Azoren - Die Urwelt

Inselwelt umgeben vom Atlantik

Azoren – Die Urwelt


Im November 2011 hatte ich Gelegenheit mit dem Reiseveranstalter OLIMAR Reisen die Azoren zu bereisen.
Die Azoren, fast ein jeder von uns denkt dabei ans Wetter und an das Hoch. Muss also gut sein, dachte ich mir.
Mehr wusste ich aber darüber noch nicht wirklich.

Ich flog mit der azorianischen Fluggesellschaft SATA direkt von Frankfurt nach Ponta Delgada, der Hauptstadt der Hauptinsel Sao Miguel.
Die neun kleinen Eilande im tiefen Blau des Atlantiks haben unendlich viel zu bieten – ein wahres Eldorado für Naturanbeter. Bizarre Vulkanlandschaften und smaragd schimmernde Kraterseen, heiße Quellen und rauschende Wasserfälle, seltene Nebelwälder und endlose Hortensienhecken, stattgrüne Weiden und prächtige Felder: Willkommen in einem der letzten Paradiese auf Erden! Umspült von wal- und delfinreichen Gewässern. Übersät mit Orchideen, Azaleen, Hibiskus und Oleander. Und überragt vom mächtigen Pico, dem mit 2.351 Metern höchsten Berg Portugals.

 

São Miguel – alleine schon eine Reise Wert

Die größte Insel Portugals ist durchaus schon alleine eine Reise wert. Sie liegt in der klimatisch bevorzugten Ostgruppe des Archipels; hier gedeihen tropische Früchte wie eine besonders köstliche Ananas – und auf den letzten beiden Teeplantagen Europas, in Gorreana und Porto Formosa, können Sie handsortierten grünen und schwarzen Tee direkt vom Erzeuger erstehen.
Auch Naturschauspiele gibt’s zuhauf: so etwa den Riesenkrater Sete Cidades – mit „königlichem“ Blick vom Aussichtspunkt Vista do Rei über zwei sagenumwobene Seen – oder die brodelnd heißen Geysire am Nordrand des Dorfes Furnas, das seinerseits mit üppigster Vegetation und dem exotischen Terra Nostra-Park begeistert.  Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist die Hauptstadt Ponta Delgada. Die größte Stadt des Azoren-Archipels bietet buntes Treiben und strahlt mit ihrem Hafen, der kilometerlangen Uferpromenade, hübschen Parks und reichlich Kolonial-Architektur besonderen Charme aus.

Furnas – es brodelt und stinkt!

Ein absolutes Muss bei einer Reise auf die Azoren ist Furnas. Hier ist man der Energie der Erde ein großes Stück näher, das ganze begleitet durch den typischen Schwefelgeruch. Über Holzstege geht man an den „brodelnden, stinkenden, qualmenden Quellen“ vorbei, die zudem noch merkwürdige Geräusche von sich geben.
An diesem Ort wird der berühmte Eintopf „Cozido“ unter der Erde gekocht – die Töpfe werden in das heiße Thermalwasser gesenkt und über mehrere Stunden garen Fleisch und Gemüse. Butterzart! Direkt neben den Quellen lädt noch ein See zum Verweilen und Picknicken ein.
Der in der Nähe liegende Park „Terra Nostra“ verfügt über ein Schwimmbecken mit eisenhaltigem ca. 38 Grad warmen Wasser. Man munkelt, dass das Bad darin der Gesundheit, dem Alter und der Schönheit gut tun würde. Entsprechend baden die Besucher lange und gerne darin.
Tipp: Nehmen Sie hier alte Badesachen mit.

Spannung mit Delfinen, Walen und Haien

Vormals sehr bekannt für den Walfang gelten die Azoren heutzutage als ganz heißer Spot für Wal- und Delfinbeobachtung.
Selbst Schwimmen mit Delfinen wird auf den Azoren angeboten.
Um ehrlich zu sein, behagt mir dies nicht besonders – mit in kleinen Wasserbecken eingeferchten Delfinen zu schwimmen.
Ich sollte eines besseren belehrt werden:
Mit einem großen Schlauchboot wird aufs offene Meer gefahren – einige Zeit später begleiten wilde Delfine das Boot.
Nur wenige Zentimeter fehlen und man könnte die Delfine mit der Hand berühren.
Die Motoren werden abgestellt. Kurz darauf geht es, ausgerüstet mit Neoprenanzügen, direkt ins Wasser zu den Delfinen.
Sicherlich für jeden ein einzigartiges Erlebnis.

Vier Jahreszeiten an einem Tag

Auf den Azoren kann das Wetter durchaus sehr wechselhaft sein. Auch ich war während meiner Reise im November davon betroffen.
Eines ist mir jedoch in vitalter Erinnerung gebliebe: Wenn es aufhört zu regenen, der Himmel aufreißt und die Sonne durchscheint, ist das gebotenene Schauspiel einzigartig.
Das Grün der Insel wirkt im Sonnenschein noch satter. Die Unmengen von Hortensienbüschen unterstreichen diesen Eindruck. Die weiß gestrichenen Fassaden der Häuser reflektieren die Sonne und erstrahlen.
Meine Empfehlung: Fliegen Sie via Lissabon, Sie können so auf der Hin- oder Rückreise diese Stadt als Bonbon mitnehmen.


Interessieren Sie sich für die Azoren?

Meine Eindrücke und Erfahrungen teile ich gerne mit Ihnen. Tolle Hotels habe ich während dieser Reise auch besuchen dürfen.
Hier habe ich den einen oder anderen Tipp für Sie.
Für eine Reiseberatung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Ihr Christopher Schanz-Surié

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Ich hoffe, Sie haben meine Leidenschaft für dieses Reiseziel beim Lesen bemerkt!

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